Bild: Wetterfahne

Andreasgemeinde Kiel-Wellingdorf

Zur Geschichte unserer Andreasgemeinde


Bild: Holzkirche Im Jahr 1953 wurde die Andreasgemeinde, vorher ein Bezirk der größeren Bugenhagen-Gemeinde, eigenständig. Die neue Gemeinde fühlte sich besonders dem Meer und den Fischern verbunden. Der Seefischmarkt und die Fischeransiedlung liegen auf ihrem Gebiet. Daher wählte sie für sich den Namen Andreas. Andreas war ein Jünger und Apostel von Jesus. Ebenso wie sein Bruder Simon Petrus war er ein Fischer und wurde von Jesus von seinem Fischerberuf weg zum „Menschenfischer“ berufen.
(Markus 1,16-18)

1953 fanden die Gottesdienste noch in der alten Holzkirche in der Schönberger Straße statt. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg ein Geschenk von Christen aus der Schweiz und diente auch den Nachbargemeinden.

Die Gemeinde wurde in ihrer Geschichte von einer Reihe von Pastoren begleitet, unter anderem von Pastor Jahn, den Pastoren Ernst Fischer, Gottfried Christopher Hesse und Friedhelm Gutknecht. Viele weitere Mitarbeiter wären noch zu nennen. Die Zeit der Holzkirche ging vorüber. 1963 wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen und am 6.3.1965 wurde unsere Andreaskirche eingeweiht. Daß sie eine Fischerkirche ist, wird schon daran deutlich, daß der Kirchturm nicht von einem Hahn, sondern von einem Fischkutter gekrönt wird, den die Wellingdorfer Schlosserfirma Grothkopp gestiftet hat. Auffällig in der Kirche ist das große Kreuz mit den Glassteinen. Ganz zart und andeutend ist darin der Leib des Gekreuzigten zu erkennen. Neben dem Kreuz finden sich drei Fische (die „Wellingdorfer Flundern“). Einer schwimmt zum Kreuz hin, zwei von ihm weg. Zum Kreuz kommen wir allein, in unserer Not oder in unserer Entscheidung für Christus. Jesus aber sendet uns zu zweit in die Welt: „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker...“ Ein Netz als Zeichen für den Menschenfischer können wir vielleicht auch in den bunten Steinen an der Altarwand erkennen. Unsere Altarbibel stammt aus dem Jahr 1699, ein Geschenk der früheren Wellingdorfer Kaufmannsfamilie A.C.Hansen. Seitlich befindet sich ein Modell eines ostpreußischen Fischerbootes aus dem Samland, 1987 von Fritz Klement der Kirche geschenkt aus Dankbarkeit dafür, daß er oft Gottes rettende Hilfe erfahren hat. In der Weihnachtszeit ziert eine sehr schöne, von einer Arztwitwe gestiftete Krippe unsere Kirche, geschnitzt von arabischen Christen in Israel aus Olivenholz.

Bild: Siegel


Das Siegel unserer Kirche zeigt wiederum zwei Fische, die sich beide unter dem Kreuz diesem zuwenden.
Das Zeichen des Fisches war vor allem in den ersten Jahrhunderten bei den Christen beliebt. Die Buchstaben des griechischen Wortes für "Fisch", Ichthys, stehen dabei für "Iesous Christos, theou yios soter" = Jesus Christus; Gottes Sohn, Retter.



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