Liebe Leserinnen, liebe Leser
stark empfinde ich in letzter Zeit, wie alle Begegnungen, Ereignisse und Aktivitäten mich auf das Zentrum hinweisen.
Gerade wo ich dies schreibe, beschäftigt uns die Begegnung mit unserem Propst Thomas Lienau-Becker. Die erste Maiwoche hat er zur Visitation genutzt, zum Besuch unserer Gemeinde. Ein Propst leitet den Kirchenkreis. Er steht dafür, dass wir als Gemeinde nicht alleine stehen, sondern ein Teil der gesamten Kirche sind. Unser Wunsch als Pastoren und Kirchenvorstand ist es, nicht irgendeine Richtung oder Spielart von Kirche zu sein, sondern Teil des Ganzen. Und gerade deswegen immer möglichst nah am Zentrum, an der biblischen Botschaft.
Von vielen Aktivitäten ist im Gemeindebrief die Rede: 100-jähriges Jubiläum des Krankenpflegevereins, Andreasverein, Stadtteilfest, Gruppen und Kreise, neue Konfirmanden, neuer Bibelkurs. All das aber soll an unserem Gott und seinem Willen orientiert sein. Er soll in der Mitte stehen.
Gott begegnen können wir nur in Jesus Christus. Er ist jeden Tag an deiner Seite, geht durch alles hindurch mit dir mit und will dich mit sich in die Ewigkeit ziehen. Das ist der innere Kern unserer Botschaft. Dies wird besonders deutlich in der Begegnung mit Muslimen, für die Jesus nur ein Prophet unter anderen ist – das ist Thema von William Hinderliter.
Schließlich verbindet Christus uns alle untereinander. Es ist ein großes Geschenk, sich im Glauben verbunden zu wissen mit einer Frau wie Gisela Konrad, die im Februar, wie wir sagen, heimgegangen ist – nach Hause, zum himmlischen Vater. Ebenso mit Lotti Meß und Gerda Liebig, die ebenfalls heimgegangen sind. Oder mit einem Gemeindemitglied wie Martin Schilling, der sich in diesem Brief vorstellt. Denn für uns gilt:
„Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu
einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube,
eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen
und durch alle und in allen.“
(Bibel, Brief an die Epheser 4,4-6)
Ihr Pastor Dr. Johannes Pörksen