Bild: Wetterfahne

Andreasgemeinde Kiel-Wellingdorf

Passionsandachten 2010


„Lebensthemen“

Mittwochs 18.00 Uhr in der Kirche

Jeder Mensch hat eine eigene Lebensmelodie, ein eigenes Lebensthema. Bei der Leidensgeschichte von Jesus, die uns die Bibel erzählt, treten solche typischen Lebensthemen hervor. Der ungläubige König Herodes etwa hat das Thema: „Ich glaub nur, was ich sehe!“ – Wir können viel von diesen Themen für unser eigenes Lebensthema lernen.

Pastor J. Pörksen

Wussten Sie schon? – Ostern und Passah

Ostern ist vielleicht das wichtigste Fest für die Christen. Es umfasst mehrere Feiertage:

Gründonnerstag: Wir denken daran, wie Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal zusammen gegessen hat. Daraus ist das Heilige Abendmahl entstanden. (Übrigens dürfte das Wort „Gründonnerstag“ nicht von der Farbe Grün herkommen, sondern von dem Wort „Greinen“.)

Karfreitag: Wir denken daran, wie Jesus am Kreuz für uns gestorben ist.

Ostersonntag: Wir feiern, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.
Die Zeit vor Ostern nennen wir die Passionszeit, das heißt die „Leidenszeit“. (Sonst bedeutet „Passion“ eher soviel wie „Leidenschaft“.)

Dies wussten wahrscheinlich die meisten Leser.
Aber wussten Sie auch, dass der Sonntag der christliche Feiertag ist, weil Jesus an einem Sonntag auferstanden ist? Die Juden feiern den Samstag als ihren Feiertag, den Sabbat.
Interessant ist auch der Zusammenhang von Ostern mit dem Passahfest. Passah (oder Pessach) feiern die Juden wie zur Zeit von Jesus so noch heute. An diesem Fest denken sie an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten zur Zeit von Mose. Die letzte Mahlzeit von Jesus und seinen Jüngern war ein Passahmahl, wie man es anlässlich des Festes gehalten hat. Jesus selbst wird in der Bibel öfter mit dem Lamm verglichen, das man anlässlich des Passahfestes schlachtet. Denn Jesus bringt ähnlich wie ein Opferlamm mit seinem Tod das Opfer, durch das Mensch und Gott versöhnt werden und die Kluft zwischen ihnen aufgehoben wird.
Das Osterfest folgt auch im Termin dem Passahfest. Und nun wird es ein bisschen kompliziert, weil sich der jüdische Kalender nach dem Mondjahr richtet: der Ostersonntag ist der Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Der früheste Termin für das Osterfest ist der 22. März, wenn nämlich am 21. März Vollmond ist. Der späteste Termin für den Ostersonntag ist der 25. April, wenn nämlich am 18. April Vollmond ist.

Pastor Johannes Pörksen


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